Video: Das Scrum Bild

Ken Schwaber und Jeff Sutherland haben uns mit ihrer Darstellung von Scrum sehr dabei geholfen, Projekte in der Hälfte der Zeit mit dem doppelten Resultat zu liefern. Doch dieses Bild unterstützt uns nicht dabei, Projekte mit Scrum zu skalieren oder zu verstehen, wie die User Stories ins Backlog kommen. In diesem Video zeige ich euch, dass dieses Bild von Scrum einem Paradigma angehört, das Entwickler noch immer als Abarbeiter darstellt und den Blick darauf verstellt, dass sie im Unternehmen die kreative Leistung liefern. Das traditionelle Bild passt zu sehr ins Denkschema des V-Modells.
Dreht man das Bild allerdings, zeichnet man es neu, wird sehr schnell die Eleganz der Einfachheit von Scrum erneut sichtbar.
Viel Spaß beim Anschauen — Boris
 

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Boris Gloger Boris Gloger Boris Gloger zählt als erster Certified Scrum Trainer weltweit zu den Scrum-Pionieren und ist ein Vordenker für neue Arbeitsformen. Er glaubt nicht nur an Scrum, weil es bessere Produkte in kürzerer Zeit hervorbringt, sondern auch, weil es den Arbeitsplatz in einen humaneren Ort verwandeln kann. Boris ist Unternehmensberater, Autor, Serial Entrepreneur und Keynote Speaker und zählt weltweit zu den Pionieren von Scrum und Agilität. Für ihn war „Agile“ immer mehr als reine Methodik: Als einer der Ersten hat er erkannt, dass in agilen Denk- und Arbeitsweisen die Kraft steckt, Organisationen von Grund auf neu auszurichten und dadurch fit für das 21. Jahrhundert zu machen. An seinen Ideen zu einem modernen, agilen Management orientieren sich heute viele nationale und internationale Unternehmen. Als Vater zweier Kinder hat Boris ein starkes Bedürfnis, in der Gesellschaft etwas positiv zu verändern. Deshalb engagiert er sich u. a. für eine radikale Umkehr des derzeitigen Bildungssystems, wie etwa mit dem erfolgreichen Pilotprojekt Scrum4Schools. Er ist fest davon überzeugt, dass Selbstorganisation und das Prinzip der Freiwilligkeit die besten Wege sind, um Ziele zu erreichen und ein eigenständiges Leben zu führen.

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2 Antworten zu “Video: Das Scrum Bild”

  1. (((Werner_Mo))) sagt:

    Hallo Boris,
    erst mal Danke für das Video, das sagt doch viel mehr als “Scrum 3.0” (x.0 stößt mich ab).
    Zum einen hast Du das alte Bild links sehr “reduziert” wir haben doch schon einiges getan, um z.B. die Teams näher an die User zu bringen.
    Trotzdem hast Du recht, dass das linke Bild spätestens, wenn es um “Skallierung” ging sehr einseitig wurde und das Team sowie die User immer unwichtiger wurden, bzw. aus dem Blickfeld rückten. Statt dessen wurde viel über “Komplexität” geredet (oder soll ich besser sagen “gerätselt”). Mit Deiner Idee rückst Du das wieder zurecht.
    Nun zu deinem Entwurf auf der rechten Seite, auch von mir einige (noch unreife) Gedanken:
    1. Die Lösung kann nicht vom Team kommen, sondern kommt von denen, die das Problem haben, unter entsprechender Anleitung (lösungsfokusiert), andernfalls machen wir wieder den gleichen Fehler wie links. [viellicht müssen wir dazu mal telefonieren – kann ich besser im Dialog erklären] Das Thema “Unternehmenssicht”, “Rahmenbedingungen”, “Vision” und “Wertschöpfungskette” ergänzt diesen Teil schon sehr gut,
    2. Auch das Dev-Team hat ein Problem, nämlich, wie entwicklen und liefern wir und darauf gibt Dein rechter Entwurf und die “Transparenz” noch keine rechte Anregung / Empfehlung.
    Nochmals Danke für den Ansatz und die Anregungen, ich werde daraufhin wieder mal den “alten Senge” rausholen und seine “V.Disziplin” durchlesen um das noch genauer beschreiben zu können.
    Ich freue mich schon auf einen Dialog.
    Gruß aus Mittelfranken
    Werner Motzet

  2. Niko Schmuck sagt:

    Hallo Boris,
    vielen Dank für die klaren Worte in deinem neuen Video und die Anregungen über das “klassische” Scrum Backlog neu nachzudenken. Um in den Feedback-Schleifen möglichst geringe Reibungsverluste aufkommen zu lassen, ist meines Erachtens absolut sinnvoll, das Development Team so nah wie möglich am User dran zu haben. Mir fehlt allerdings noch etwas die Brücke, wie das vermeintliche Dilemma zwischen Produktvision (“eingefordert” durch den PO) und den konkreten Userwünschen gelöst werden kann. Dazu sollten doch bestimmt User, Team + PO (nach wie vor) in den Sprintplanungen den Spagat auflösen, oder welche Massnahmen siehst du / ihr dazu?
    Schöne Grüße, Niko

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