Scrum4Schools - auch die Schule darf Freude machen
0 Kommentare

 
Leonardo da Vinci soll gesagt haben, dass Studieren ohne Leidenschaft das Gedächtnis verdirbt – ohne Leidenschaft könne es nichts von dem behalten, was es aufnimmt. Und wer an seine eigene Schulzeit zurückdenkt, dem fällt vielleicht die eine oder andere Situation ein, in der man nicht immer mit Eifer dabei war: langweilige Themen, man musste mit dem ungeliebten Nachbarn zusammenarbeiten usw.
Wir wollen die Leidenschaft und Freude an Deutschlands Schulen zurückbringen.
Was würde passieren, wenn Schüler sogar vor dem Klingeln in den Unterricht starten oder sich freiwillig Hausaufgaben geben? Was würde passieren, wenn Lehrer sechs Wochen vor Ende des Schuljahres mit dem vorgegebenen Lehrplan fertig wären und Zeit hätten, sich der individuellen Herausforderungen ihrer Schüler anzunehmen? Wie das funktionieren kann, wollen wir mit 10 Pilotprojekten zeigen.
Gemeinsam mit befreundeten Kollegen aus dem In- und Ausland möchten wir die Schule anpassungsfähiger machen. Scrum4Schools als Rahmenwerk soll dabei als Grundlage dienen. Kleine, selbstorganisierte Gruppen bestimmen ihren eigenen Weg, der in die Richtung der gegebenen Lernziele führt. Für Lehrer und Schüler ist das eine Alternative zu bisherigen Unterrichtsformen.
“Scrum4Schools” ist eine Lernform, bei der Lernteams innerhalb eines festen Rhythmus Aufgaben lösen. Die einzelnen Schritte werden von den Teams dabei völlig selbstständig geplant. Der Lehrer/die Lehrerin legt das Lernziel fest und steht den Schülern beratend zur Seite, die sich selbst um die Erarbeitung des Wissens kümmern. Mit Scrum4Schools übernehmen die Schüler also selbstständig mehr Verantwortung für ihren Lernprozess. Die Folge davon sind intrinsische Motivation, Freude, persönliches Wachstum und bessere Resultate.
Lernen als selbstgewählte Herausforderung ist ein Schlüsselelement von Scrum4Schools. Die Ziele sind: effektiver zu lernen und sich selbst besser einschätzen zu können (Wer bin ich, was kann ich?). Gleichzeitig lernen die Schüler, im Team zu arbeiten und den Wert der Fähigkeiten ihrer Mitschüler zu schätzen. Sie machen die Erfahrung, dass Lernen nicht nur Kraft geben kann, sondern dass sie gemeinsam bessere Resultate erreichen können. Gemeinsam mit anderen etwas erreichen zu wollen, sich dabei einzubringen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen, ist auch eine wichtige Fähigkeit für die Arbeitswelt, in der agile Arbeitsweisen inzwischen zum Alltag gehören.
In den kommenden Wochen werden wir hier das Konzept hinter Scrum4Schools ausführlich erläutern und freuen uns auf Fragen, Anregungen und Diskussionen.
 

Geschrieben von

Paul Haase Paul Haase

Genau zuhören zu können und sowohl das Gesagte als auch das Nichtgesagte wahrzunehmen, ist in der agilen Arbeitswelt eine Schlüsselkompetenz. In der Unternehmenskommunikation hat Paul Haase diese Kompetenz viele Jahre trainiert und setzt sie jetzt gezielt als ScrumMaster für seine Teams ein. Durch das Zuhören erkennt er schnell, wo die Potenziale von Menschen liegen und wann er mit seiner Moderations- und Mediationserfahrung in schwierigen Kommunikationssituationen klärend eingreifen sollte. Commitment sowie das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und jene der anderen sind für Paul Haase die wichtigsten Voraussetzungen auf dem Weg nach vorne. Den Maßstab der Verlässlichkeit legt er daher stets an sich selbst an und  schafft so mit seinen Teams das Vertrauen in das agile Arbeiten und in die eigene Mission.    

Ähnliche Beiträge: