Scrum & Stage-Gate-Prozess kombiniert
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Im Rahmen einer Veranstaltung der Plattform für Innovationsmanagement Österreich hatte ich die Gelegenheit, vor einer Reihe interessierter Innovationsmanager einen Vortrag zum Thema “Neue Innovationsprozess-Modelle – hat Stagegate ausgedient?” zu geben. Bereits als ich für einen Beitrag angesprochen wurde, hatte ich großes Interesse, das Thema Stage Gate in Bezug zu Scrum aufzuarbeiten.
Ich denke, dass der Stage-Gate-Prozess weiterhin seine Berechtigung hat. Es ist definitiv sinnvoll, sich in kontinuierlichen Abständen bzw. zu bestimmten Zeitpunkten mit der Produktentwicklung auseinanderzusetzen und zu entscheiden, ob ein weiteres Investment sinnvoll ist. Was ich jedoch proklamiere ist, dass diese einzelnen Phasen nicht dem wasserfallartigen Gedanken von Konzept, Design und Umsetzung entsprechen, sondern dass jede einzelne Phase ein Produkt als Ergebnis hat. Während die erste Phase einen Prototyp zum Ergebnis hat, hat eine dritte Phase möglicherweise bereits ein Minimum Product für den Markt im Visier.
 
image_stage-gate-prozess
 
Meine Vision ist, dass sich Unternehmen mehr wie Venture Capitalists verhalten und Innovationsprojekte als Start-ups behandeln. Das bedeutet, dass in diese – je nach Marktreife – schrittweise mehr Kapital investiert wird. Sollte man zur Erkenntnis kommen, dass die Idee nicht profitabel genug sein wird, kann man entweder mit Hilfe des Lean Startup Gedankens das Geschäftsmodell weiterentwickeln bzw. neu ausrichten oder das Experiment beenden.
 
Hier gehts zum ganzen Vortrag zum Thema “Neue Innovationsprozess-Modelle – hat Stagegate ausgedient?”
 

Geschrieben von

Christoph Schmiedinger Christoph Schmiedinger

Komplexe Themen und herausfordernde Technologien? Darin fühlt sich Christoph Schmiedinger besonders wohl. So entwickelt er u.a. Digitalisierungsstrategien für Großbanken in Deutschland und Österreich und begleitet hands-on den Wandel vom traditionellen zum agilen Unternehmen. Mit agilen Methoden arbeitet der gebürtige Österreicher seit beinahe zehn Jahren und hat dabei besondere Expertise in agilen Transitionen und skalierten Projekten sowie in der agilen Weiterentwicklung von ERP-Systemen und sicherheitskritischen Systemen aufgebaut. Sein Wissen dazu gibt er in Trainings und als Sprecher auf Konferenzen weiter. Christoph Schmiedinger ist der beste Beweis, dass sich Zielstrebigkeit, Offenheit und Humor bestens vereinen lassen. Besonders gerne arbeitet er mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen. „Commitment“ ist für ihn dabei einer der wichtigsten agilen Werte, weil er das Vertrauen schätzt, das in ihn gesetzt wird.

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