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Seit die meisten von uns von zuhause arbeiten, stellen wir uns diese Frage: Kann Teamarbeit remote funktionieren?

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Bei borisgloger haben wir intern und mit unseren Kunden großartige Erfahrungen sammeln können. Wir betreuen die Teams remote und führen wie gewohnt als Interim Scrum Master durch die Meetings, unterstützen die Teams und wirken auf eine größere Produktivität hin. Unsere Meet-ups haben mit hundert Teilnehmern – ungefähr doppelt so viele wie normalerweise – mit Zoom stattgefunden. Wir haben innerhalb kurzer Zeit das Scrum Master- und Product Owner-Training so umgestaltet, dass wir es remote geben können und es ist ein „Remote Collaboration Training“ entstanden, das aufzeigt, wie Scrum remote gelingt – von den Rollen über die Meetings bis hin zu den Artefakten. Bei der Entwicklung der remote Trainings arbeiten wir in 1-Tages-Sprints, um eine enge Zusammenarbeit sicherzustellen und um mögliche Missverständnisse schnell aufklären zu können. Darüber hinaus haben wir Weekly Meetings in kleinen Teams und treffen uns alle gemeinsam einmal in der Woche zum „remote Frühstück“, um uns auf legere Art und Weise bei Müsli, Croissant und Kaffee in einer Art Kreisarbeit auf menschlicher Ebene auszutauschen.

Vertrauen und Konsent

Erst in den vergangenen Tagen ist mir bewusst geworden, dass sich in unserer Unternehmenskultur über die letzten Monate und Jahre hinweg ein Muster entwickelt hat, wie wir Entscheidungen treffen und ins Tun kommen, das uns in der remote Situation sehr entgegen kommt:

Jemand hat eine Idee, diese Person oder wer anders treibt die Idee voran und kommt mit einem Lösungsentwurf um die Ecke. Dieser Lösungsentwurf wird in einer kleinen Gruppe besprochen und verbessert, bis es zu einem größeren Review kommt. Wenn es kein Veto gibt, dann wird es umgesetzt.

Dabei geht es weniger um die einzelnen Schritte an sich, sondern um das Wechselspiel von Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Vergemeinschaftung und die Einbeziehung der wichtigen Personen, je nachdem, wen das Thema betrifft. So halten wir eine hohe Geschwindigkeit, treffen Entscheidungen so tief auf operativem Level wie möglich und verstehen uns trotz Landesgrenzen und hunderter Kilometer Entfernung als Gemeinschaft.

Seit wir im Homeoffice sind, kommt mir immer wieder ein Satz von den New England Patriots in den Sinn, der dies exakt auf den Punkt bringt: „It’s trusting each other and everybody is doing their job!“ Darum geht es. Wir vertrauen einander und alle erledigen ihre jeweiligen Aufgaben. Wie dann das genaue Modell aussieht oder welche Tools wir verwenden, ist dann nur noch zweitrangig.

Möchte ich ewig im Homeoffice bleiben? Nein. Ich genieße es einfach zu sehr, mit meinen Kolleginnen und Kollegen und Projektteams zusammen zu sein, die Gestik und Mimik zu lesen und einfach bei einem Kaffee ein paar Sätze zu wechseln.

Lassen Sie uns gemeinsam darüber sprechen, was es heißt, das Wir-Gefühl im Team und in der Organisation auch aus dem Homeoffice heraus zu stärken. Schreiben Sie uns einfach in den Kommentaren hier drunter, auf Social Media oder per E-Mail an office@borisgloger.com

Foto: Unsplash License, Josh Calabrese

Geschrieben von

Matthias Rodewald Matthias Rodewald In seiner Freizeit beschäftigt sich Matthias Rodewald leidenschaftlich gerne mit Permakultur. Dazu muss man ein Gespür für die Zusammenhänge und Vorgänge in einem System haben und für die Momente, in denen man eingreifen oder das System „selber machen lassen“ muss. Als Betriebswirt denkt Matthias Rodewald natürlich ökonomisch, wägt Risiken und Chancen von Maßnahmen ab, denkt in Mehrwerten – und achtet trotzdem darauf, dass der einzelne Mensch gestärkt aus der Zusammenarbeit hervorgeht. Wandel ist für Matthias Rodewald ein Ausdruck von Lebendigkeit, der in menschlichen Systemen ein kräftiges „Warum“ braucht. Diese Frage traut sich Matthias Rodewald zu stellen, um den Mut und die Kraft zur Veränderung in die richtigen Bahnen zu lenken.

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