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„Auf ein Neues“ hieß es gestern Abend bei unserem Scrum4Schools-Meetup. Der Hintergrund: Vor einer Woche hatten Bots beim sogenannten Zoombombing das Ruder unseres virtuellen Treffens übernommen und machten es undurchführbar – beim zweiten Anlauf gestern Abend lief jedoch alles wie am Schnürchen. Zudem durften wir uns über eine erneut sehr hohe Teilnehmerzahl freuen: Rund 120 Interessierte aus ganz Deutschland, Österreich und weiteren Ländern informierten sich über Scrum4Schools und diskutierten anschließend live in den BreakOut Sessions mit. Eine Teilnehmerin aus Neuseeland stellte sogar extra den Wecker – sie ist uns 10 Stunden voraus und stieß demnach um 5.00 Uhr morgens dazu.

Unser Host Gerrit Mauch, Geschäftsführer der GfeO (Gesellschaft für empirische Organisationsforschung, Universität Regensburg) führte in den Abend ein und stellte die Neues Lernen Community vor. Im Vorfeld rührte er rege die Werbetrommel für unser Meetup, weshalb ihm ein großer Dank gebührt! Gerrit setzt sich beruflich und privat für neues Lernen ein und hat in seiner vorherigen Position als Leiter Campus bei MaibornWolff ein Lernkonzept eingeführt, das seinesgleichen sucht. (Bei Interesse: Hier könnt ihr den Podcast mit Gerrit nachhören.)

Für die Einführung von Scrum4Schools übergab er an unseren Senior Management Consultant Carsten Rasche. Nach Zeigen des Scrum4Schools-Films, erklärte er anhand konkreter Projekte, wie die Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) ihren (Projekt-)Unterricht mit Scrum4Schools auf ein neues Level hob und führte in die unterschiedlichen Rollen von Scrum4Schools ein. Danach sorgten unsere Referenten für einen kurzweiligen Abend und ließen diverse Blicke auf das Thema Bildung zu. Die vorgestellten Initiativen und Insights unserer Meetup-Gäste möchte ich euch nicht vorenthalten.

Learnings aus dem Unterricht und Homeschooling

Stefanie Kern, Lehrerin am Gymnasium München-Trudering: Stefanie hat S4S im katholischen Religionsunterricht eingesetzt und ließ uns an ihren Erfahrungen teilhaben. Aus ihrer Sicht war insbesondere das Thema „Kirche im Nationalsozialismus“ eine Herausforderung. Ihre Kollegin Anna von Chossy arbeitete ebenfalls mit Scrum4Schools – jedoch im evangelischen Religionsunterricht mit dem Thema „Arbeit“. Die Unterschiede bei der Bearbeitung beider Themen, so Stefanie, seien groß gewesen. Als besondere Herausforderung nannte sie die sich ändernde Rolle der Lehrkraft: Sie nimmt bei Scrum4Schools nämlich einen beratenden Part ein, gibt lediglich das Lernziel vor und greift nicht aktiv in den Lernprozess ein.

Katrin Bernreiter, Agile Coach bei Raiffeisen Solution: Katrin ist eine ehemalige Kollegin und arbeitet mittlerweile als Agile Coach bei der Raiffeisen Solution in Österreich. Neben Trainings und Facilitation liegt ihr Schwerpunkt auch auf Visuals. Mit der Corona-Krise, so erzählt sie, fanden sich viele Kolleg*innen von heute auf morgen in der Rolle der Lehrkraft wieder. Eine Lösung musste her. Sie fertigte gemeinsam mit Kollegen ein Konzept und Booklet zur Unterstützung von Homeschooling an. Und das kommt richtig gut an: Mittlerweile gibt es die Tipps aufgrund hoher Nachfrage schon in der englischen Übersetzung. Hier könnt ihr es in der deutschen Version herunterladen.

Home Schooling – Visualisierung von Katrin Bernreiter

Mini-Retrobogen von Katrin Bernreiter

 

Oliver Altehage, Geschäftsführer der Freien Waldorfschule München Südwest signalisierte Interesse, Scrum4Schools für die kreativen Fächer in seiner Schule einzuführen. Wir freuen uns, ins Gespräch zu kommen!

Agiles Arbeiten hilft auch beim Unterricht zu Hause

Der zweite Teil unseres Meetups fokussierte die BreakOut Sessions, für die wir die Teilnehmer*innen in Fünfergruppen aufgeteilt haben. So kamen sie – neben dem Chat, der parallel zur Session lief –untereinander in den Dialog, diskutierten über Homeschooling und unterstützten sich gegenseitig mit Tipps und Tricks: Wie ist es gerade zu Hause mit den Kids? Was funktioniert gut beim Homeschooling? Welche Ideen aus Scrum4Schools könnte man nutzen? Das Commitment der Kinder sei besonders wichtig, so ein Teilnehmer – ebenso ein feststehendes Ziel. Und alle waren sich einig: Schüler müssen motiviert sein, damit Lernen funktioniert. Dass agile Elemente dabei unterstützen, war ein Fazit des Abends – das zeigte auch die Mentimenter-Auswertung.

 

Ein Tipp: Wir veranstalten kommende Woche (Mittwoch, 15.04.2020, ab 19.00 Uhr) ein vertiefendes Meetup zu Scrum4Schools.

Geschrieben von

Boris Gloger Boris Gloger Boris Gloger zählt weltweit zu den Pionieren und Innovatoren von Scrum.  Er war der erste Certified ScrumTrainer und wurde von Ken Schwaber ausgebildet. Boris Gloger hat die Scrum-Praktiken so aufbereitet, dass sie weltweit erfolgreich von Teams angewendet werden können. Als Trainer hat er Maßstäbe für die Vermittlung von Scrum in Skandinavien, im deutschsprachigen Raum, in Brasilien und in Südafrika gesetzt: Das Ball-Point Game, das Schätzen ohne Aufwände und viele andere Ideen sind heute Standards bei der Einführung von Scrum. Seine Erfahrung spricht für sich: Seit 2004 hat Boris Gloger über 5000 ScrumMaster und Product Owner zertifiziert. Unternehmen der Automobilbranche, aus dem Bankensektor, im Versicherungswesen, der Telekommunikationsindustrie und des eBusiness setzen auf sein Team, wenn es darum geht, Scrum schnell, effektiv, erfolgreich einzusetzen.

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