Kommunikation im Unternehmen: Aussprache über Pain-Point-Mediation

Mittlerweile ist die Fähigkeit, im Unternehmen gute Kommunikation zu praktizieren, eine gefragte Kompetenz, die man kultivieren kann. Gute Führungskräfte wissen, dass eine Kultur der Offenheit und der Wertschätzung für zwischenmenschliche Beziehungen ein Umfeld des Vertrauens schafft, das dysfunktionale Kommunikation und die Wahrscheinlichkeit, dass sich Menschen gegenseitig missverstehen, minimiert. So entsteht echte Kommunikationsfähigkeit auf allen Ebenen der Organisation. Allerdings funktioniert Kommunikation nicht immer wie ein feines Schweizer Uhrwerk. Jede Kommunikation ist komplex und mehrdimensional mit viel Raum für Konflikte und Missverständnisse. Daher ist der Raum zur Konfliktlösung genauso wichtig wie der Raum, in dem die Konflikte entstehen.

Ich gebe dir ein Werkzeug an die Hand, welches dir dabei hilft, Missverständnisse aufzulösen. Ich zeige dir das anhand des Beispiels einer Pain-Point-Mediation, die ich zwischen zwei Führungskräften durchgeführt habe. Ein Pain Point ist ein Konfliktpunkt, eine Herausforderung oder ein Defizit im System oder zwischen zwei oder mehreren Personen.

Beiden Parteien gab ich folgende Hausaufgabe als Vorbereitung auf den Termin:

  1. Nennung des Pain Points: Jedes zu besprechende Thema erhält seine eigene Überschrift, um die Themen voneinander abzugrenzen.
  2. Beschreibung des Pain Points: Beschreibe deine Beobachtung oder das, was dich stört. Gib so viel Kontext wie nötig, um dein Gegenüber abzuholen.
  3. Beispiel: Eine Beobachtung und eine Störung haben mehr Gewicht, wenn man ein Beispiel anführen kann. Am besten liegt das Bespiel nicht zu weit zurück. So ermöglichst du deinem Gegenüber, eine direkte Verknüpfung zu seinem Verhalten und deiner Beobachtung herzustellen.
  4. Gefühl: Beschreibe, was der Konflikt auf der Gefühlsebene mit dir macht. Das fügt nicht nur eine Portion Menschlichkeit hinzu, sondern erlaubt dem Gegenüber, zu verstehen, welchen Effekt seine Handlung hatte und was diese bei dir ausgelöst hat.

Also: Effektive Kommunikation bedeutet gehaltvolle, qualitative Kommunikation. Wenn es dennoch schiefgeht, dann löse das Missverständnis so schnell wie möglich. Denn Kopfkino und das einseitige Auseinandernehmen von ungeklärten Konflikten belasten den Menschen viel mehr als die Konfrontation.

Wenn dich dieses Thema weiterhin interessiert, dann lies auch gerne: „Kommunikation im Unternehmen: Wir haben Effektivität gegen Effizienz getauscht“.

Titelbild: cottonbroPexels

Geschrieben von

Lucy Larbi Lucy Larbi Lucy Larbi geht grundsätzlich davon aus, dass Veränderungen mit Verbesserungen verbunden sind. Sie selbst ist dafür das beste Beispiel: Ihre Studien hat sie in vier Ländern absolviert, anschließend haben sie anspruchsvolle Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit unter anderem nach Äthiopien und Algerien geführt. Wirtschaftliche Verbesserungen sind ihr auch als Gründerin des Deutschland-Zweigs von „Future of Ghana Germany“ ein Anliegen. Mutig immer wieder das Ungewisse zu wagen, ist nur eine der Stärken von Lucy Larbi. Sie ist eine exzellente Kommunikatorin, die sich sowohl in Teams eingliedern als sie auch führen kann. Für das Erreichen gemeinsamer Ziele bringt sie die Fähigkeit mit, komplexe Sachverhalte für alle verständlich darzustellen und sie zeigt vor, dass sich Weitblick und pragmatisches Handeln nicht ausschließen.

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