Spotify-Modell – myScaled Agile Podcast

Es hat sich bereits herumgesprochen, dass Agilität Teams dabei hilft, schneller zu liefern und effektiver zusammenzuarbeiten. Aber wie funktioniert agile Zusammenarbeit im großen Rahmen – also mit mehreren Teams, die miteinander etwas liefern sollen? Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichsten Skalierungsframeworks, die versprechen, Agilität entweder in mehreren Teams oder sogar der gesamten Organisation umzusetzen.

Boris und ich stellen euch in dieser Reihe die populärsten Skalierungsframeworks kurz vor und diskutieren, wozu man sie in der Praxis gut einsetzen kann und wo wir die größten Herausforderungen sehen. Heute geht es um das beliebte Spotify-Modell.

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Spotify-Modell in a nutshell

Das Spotify-Modell ist kein klassisches Skalierungs-Framework, sondern eine Momentaufnahme aus dem skalierten agilen Unternehmensumfeld von Spotify aus dem Jahr 2012. Es ist das Resultat der konsequenten Verfolgung der vier Werte Autonomie, Kommunikation, Verantwortlichkeit und Qualität. Mittlerweile entwickeln Unternehmen wie die ING DiBa das Modell weiter und passen es an ihre Anforderungen an.

Der Fokus liegt auf der Kultur der Zusammenarbeit sowie auf der Idee einer idealen Aufbauorganisation für die agile Zusammenarbeit von Teams. Das Spotify-Modell setzt dafür auf nach Produkten organisierte Bereiche, die Tribes genannt werden. In den Tribes sind alle notwendigen Skills aus dem Business und der IT enthalten, um das jeweilige Produkt weiterzuentwickeln und zu betreiben. Die einzelnen Teams, Squads genannt, entscheiden selbst, welche Meetings und Prozesse sie durchführen, um Ihre Aufgaben bestmöglich zu erledigen.

Um sicherzustellen, dass die Squads gemeinsame Ziele verfolgen, organisieren Sie sich in “Tribes” und “Guilds”. Jeder Tribe besteht aus mehreren Squads und verfügt über einen “Tribe Lead”, der dafür sorgt, dass sich der Tribe gut mit den anderen Tribes abstimmt. Guilds dagegen sind lose organisierte Interessengruppen zu bestimmten Themen, die allen offenstehen. Guilds sind vergleichbar mit Communities of Practices.

Vor- und Nachteile sowie Einsatzumfeld

Ursprüngliche Beschreibung Spotify Modell: Henrik Kniberg & Anders Ivarsson (2012). Scaling Agile @ Spotify with Tribes, Squads, Chapters & Guilds – Whitepaper

Über die Kultur bei Spotify (Video): Hendrik Kniberg (2017). Spotify Engineering Culture

Wie sich das Spotify Modell nach 2012 weiterentwickelt hat: Christoph Schmiedinger (2019) Vorbild Spotify? Was Sie beachten sollten, bevor Sie das Organisationsmodell kopieren – Whitepaper

Buchempfehlung: Maik Scheele & Manuel Marsch (2020). Agil skalieren mit dem Spotify Framework: Wie Sie erfolgreich Squads, Tribes und Chapters mit dem richtigen Mindset einführen und sich agil transformieren – Manuel Marsch Digital Products

Weitere Folgen aus dem myScaled Agile Podcast

#1 Scrum of Scrums (SoS)

#2 Large Scale Scrum (LeSS)

#3 Scrum@Scale

#4 Nexus

#5 Safe®

#6 Spotify-Modell

#7 Soziokratie

#8 myScaled Agile

#9 Abhängigkeiten managen

Hier findest du die Podcast-Reihe auch auf Spotify und Apple Podcast.

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Carsten Rasche Carsten Rasche Seine ersten Erfahrungen mit userzentrierter Produktentwicklung, mit Scrum und Agile hat Carsten Rasche direkt im Silicon Valley gesammelt. Den Arbeitspsychologen fasziniert natürlich, wie sich die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kund:innen auf die interne Organisation eines Unternehmens auswirkt. Im Zuge von Transformationsprojekten liegt seine Expertise im Bereich Organizational Learning & Coaching von Führungsteams. Neben Kundenprojekten hat Carsten die Initiative Scrum4Schools aufgebaut, welche die Anwendung von Scrum in Bildungseinrichtungen unterstützt. Als ausgebildeter Mediator bringt Carsten Rasche die Fähigkeit ein, in angespannten und komplexen Situationen die Ruhe zu bewahren, nüchtern zu analysieren und dadurch größere Klarheit zu schaffen. Wichtig ist ihm dabei, offen und wertschätzend auf Menschen zuzugehen und eine tragfähige Vertrauensbasis zu schaffen.

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Boris Gloger Boris Gloger Boris Gloger zählt als erster Certified Scrum Trainer weltweit zu den Scrum-Pionieren und ist ein Vordenker für neue Arbeitsformen. Er glaubt nicht nur an Scrum, weil es bessere Produkte in kürzerer Zeit hervorbringt, sondern auch, weil es den Arbeitsplatz in einen humaneren Ort verwandeln kann. Boris ist Unternehmensberater, Autor, Serial Entrepreneur und Keynote Speaker und zählt weltweit zu den Pionieren von Scrum und Agilität. Für ihn war „Agile“ immer mehr als reine Methodik: Als einer der Ersten hat er erkannt, dass in agilen Denk- und Arbeitsweisen die Kraft steckt, Organisationen von Grund auf neu auszurichten und dadurch fit für das 21. Jahrhundert zu machen. An seinen Ideen zu einem modernen, agilen Management orientieren sich heute viele nationale und internationale Unternehmen. Als Vater zweier Kinder hat Boris ein starkes Bedürfnis, in der Gesellschaft etwas positiv zu verändern. Deshalb engagiert er sich u. a. für eine radikale Umkehr des derzeitigen Bildungssystems, wie etwa mit dem erfolgreichen Pilotprojekt Scrum4Schools. Er ist fest davon überzeugt, dass Selbstorganisation und das Prinzip der Freiwilligkeit die besten Wege sind, um Ziele zu erreichen und ein eigenständiges Leben zu führen.

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