Objectives and Key Results
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Immer wieder berichten mir Kunden, dass sie Objectives and Key Results seit ein oder zwei Quartalen eingeführt haben, die Methode aber noch nicht so richtig fliegt. Für diesen Fall ist in den letzten Monaten eine Checkliste entstanden, mit der man den Einsatz von OKR hinterfragen kann.

It´s all about Alignment!

Beim Ready-for-Take-off-Check für OKR geht es darum, herauszuarbeiten, an welchen Stellschrauben nachjustiert werden muss, um OKR als akzeptiertes Hilfsmittel wirkungsvoll einzusetzen und die gemeinsame Ausrichtung auf ein Ziel, das Alignment, zu erreichen, sodass die OKRs endlich abheben!

Objectives and Key Results 2

 

Hier ist der Ready-for-Take-off-Check für OKR in 10 Punkten:

Fokus und gemeinsame Ausrichtung

1. Alignment langfristig – Quartal

  • Sind Vision und starke Moals bzw. Fokusthemen vorhanden und zahlen die Objectives darauf ein?

2. Überwindung von Silos

  • Ist ein gemeinsamer übergreifender Fokus über Silogrenzen hinweg vorhanden?

3. Weniger ist mehr

  • Beschränken wir uns auf die wesentlichen Ziele, sodass der gemeinsame Fokus unterstützt wird?

Kommunikation und Erfolgskontrolle

4. Transparenz auf skalierter Ebene und Artefakte

  • Nutzen wir OKR für Transparenz und Kommunikation, unterstützt durch sichtbare Artefakte auf allen Ebenen?

5. Prinzip vs. Methode

  • Geht es primär um die gemeinsame Ausrichtung auf Ziele und wird OKR als Framework undogmatisch sowie flexibel interpretiert?

6. Alignment strategisch – doing

  • Werden Tasks, die auf OKR einzahlen, getrackt – egal mit welcher Methode (Kanban, Scrum, klassisch …)?

Planung und Akzeptanz

7. Alignment Company – Teams

  • Stimmt das Verhältnis von top-down und bottom-up im OKR-Planungsprozess?

8. Ableitbarkeit und Kaskadierung

  • Sind übergeordnete Ziele weit genug gefasst, um nicht als zu einschränkend für die Ableitung von Bereichs- bzw. Teamzielen empfunden zu werden?

9. OKR-Planning

  • Wird der OKR-Planungsprozess als Frage-Antwort-Prozess mit Verhandlungsspielraum gelebt?

10. Sense of Urgency

  • Sind wir, nach dem Commitment der OKRs, inspiriert, zum Handeln bereit und positiv nervös, aber nicht zu nervös?

Diese Liste ist eine Hilfestellung, um sich mit dem Sinn und Zweck von OKR auseinanderzusetzen und gezielt anhand von bestimmten Aspekten die Umsetzung der Methodik zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und bietet daher Raum zur individuellen Weiterentwicklung.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Objectives and Key Results in eurem Unternehmen gemacht? Vermisst ihr noch weitere Aspekte von OKR in der Checkliste? Ich freue mich, wenn ihr die Checkliste als hilfreich empfindet und ebenso über jedes Feedback dazu.

In den folgenden beiden Meet-ups beschäftigen wir uns übrigens genau mit diesem Thema und freuen uns, mit euch darüber zu diskutieren:

Meetup Frankfurt, am 18.06.2019
Meetup München, am 04.07.2019

Geschrieben von

Arved Weidemüller Arved Weidemüller Eines musste Arved Weidemüller im klassischen Projektmanagement immer wieder feststellen: Es kam anders als geplant. In weitgehend bürokratiefreien Entwicklungsprojekten hingegen, die Missstände beseitigen sollten, wurde weniger ins Detail geplant, aber dafür wurden entlang einer klaren Vision iterativ Ergebnisse geliefert. Mit Scrum bekam der Unterschied einen Namen und Arved Weidemüller hatte einen Rahmen für das gefunden, was ihm in Projekten wichtig ist: ein menschliches Miteinander, Kommunikation und eine klare, kundenorientierte Vision. Ein deutlich definiertes „Warum?“ bringt aus Arved Weidemüllers Sicht mehr Erfolg als die reflexartige Frage nach Terminen und Kosten. Durch seine umfangreiche Erfahrung im Baumanagement findet Arved Weidemüller leicht den Draht zu Menschen auf allen Hierarchiestufen und kann neue Verbindungen zwischen ihnen herstellen. Er sieht seine Aufgabe darin, einen gemeinsamen Willen zu schaffen, mit dem echte Veränderung möglich wird.

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