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Vergangenen Montag hat erstmals nahezu jeder Wissensarbeiter seinen Arbeitstag im Home Office verbracht. Da das Reisen von den Firmen in den letzten Wochen bereits eingeschränkt wurde und wir somit vorgewarnt waren, setzte mein Team einen für Montag geplanten firmeninternen Ideation Workshop als remote Workshop um. Es ging vor allem darum, einen ganzen Tag lang Ideen zu generieren, die schnell als Maßnahmen umgesetzte werden können. Was soll ich sagen? Es war ein voller Erfolg, und ein durchschnittlicher ROTI (Return on time Invested) von 4,1 (auf einer Skala von 1-5) spricht in meinen Augen dafür. Die Stimmung war den ganzen Tag über hervorragend und die Kollegen waren überrascht, wie gut das Format und die remote Arbeit funktionieren.

Das Wichtigste zuerst: Teilnehmer informieren und das Tool erklären

Wir haben die Teilnehmenden aus den Niederlanden, der Schweiz und Großbritannien vorab informiert und  sie per Link zur online Anwendung „Stormboard“ eingeladen. Stormboard ist ein Whiteboard-Tool, das ihr in verschiedenen agilen Kontexten nutzen könnt. Die Teilnehmenden mussten nichts installieren, sondern waren mit einem Klick sofort im richtigen Board eingeloggt. Nach dem Check-In über Stormboard am Montagmorgen stellten wir wie üblich für alle Teilnehmenden die Agenda vor und erläuterten zusätzlich noch die Funktionsweise des Tools, in diesem Fall also Stormboard.

Da mein Team mit Kollegen aus den Niederlanden, der Schweiz und Großbritannien zusammenarbeitet, sind wir es gewohnt, ohnehin häufig remote zu arbeiten. Das hier aber war die Königsdisziplin: Wie sollten wir gemeinsam brainstormen, wenn wir nicht zusammen in einem Raum sitzen? Wie funktioniert ein Design Sprint aus dem Home Office?

Rein in die Umsetzung

Für den Erfolg unserer Remote-Workshops brauchen wir drei Zutaten:

  1. Ein digitales Whiteboard, das von allen benutzt werden kann (checkt dafür die IT-Richtlinien und Rechte eurer Firmen. Falls ihr MS Teams benutzt, habt ihr schon eine Lösung)
  2. Einen Verantwortlichen für Timebox, Fokus und Flow der Session
  3. Gebt einen „Rede-Stift“ weiter bzw. informiert die anderen, wenn gerade Stille herrscht, warum das so istbeispielsweise weil gerade jemand einen Sachverhalt notiert 

Wenn ihr diese drei Zutaten benutzt, gelingen auch Kreativ-Sessions im Remote-Modus. Überhaupt ist es sinnvoll, gerade wenn Unsicherheit und Komplexität steigen, agile Methoden zu nutzen. Seid kreativ und probiert die Werkzeuge und Apps aus, die für euch passen können und experimentiert getreu dem Motto „inspect & adapt“. Darüber hinaus stehen wir von borisgloger jederzeit zur Verfügung, um euch mit unserer Expertise zu unterstützen.

Wir bei borsigloger bereiten gerade Remote-Konzepte für unsere Trainings vor und informieren euch laufend auf unserer Trainingsseite.

Der erste Remote-Meetup war übrigens schon ein voller Erfolg

Hier auch wieder unsere Einladung:

Solltet ihr spezielle Fragen zur Remote-Teamarbeit haben, postet sie einfach und wir antworten – wir freuen uns, wenn wir euch helfen können!  

 

 

Geschrieben von

Moritz Müller Moritz Müller Für Moritz Müller ist Agile das erste Konzept, in dem das Lernen aus Fehler nicht nur eine leere Worthülse ist, sondern tatsächlich eminenter Bestandteil. Er ist der Ansichtdass eigentlich alle Menschen nach diesem Ansatz arbeiten sollten – gemeinsam im Team unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten, eigenverantwortlich und selbstorganisiert. Seinen Schwerpunkt als Consultant sieht er daher auch im Empowerment der Mitarbeiter und Kunden.  Moritz Müller hat Freude daran, Menschen zu befähigen, sich weiterzuentwickeln. Sein besonderes Interesse gilt dabei der öffentlichen Verwaltung, in der er großes Potenzial für die Einführung von agilen Methoden sieht. Der Veränderung begegnet er selbst zunächst zurückhaltend, weil er sich gerne erst einen Überblick verschafft. Durch diese reflektierte Herangehensweise gelingt es ihm, sich und seine Umgebung auf das vorzubereiten, was kommt.  

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