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In der momentanen, etwas plötzlichen Remote-Situation ist es wichtig, Informationen im Team zu sichern. Auch für den Fall, dass Teammitglieder plötzlich ausfallen oder nach einer Erkrankung wieder zurückkehren.

In der Schifffahrt wird das Logbuch seit Jahrhunderten als „Tagebuch“ für Schiffe verwendet. Darin werden wichtige Beobachtungen festgehalten und Allgemeines dokumentiert. Für meine international verteilten Teams habe ich schon vor langer Zeit das Logbuch aus der salzigen Meeresluft geholt und für die Arbeit mit Scrum angepasst. Es hat sich sehr bewährt, denn es überbrückt Schwierigkeiten, die sich durch Zeitdifferenzen, unterschiedliche Feiertage und Urlaubszeiten und durch das fehlende persönliche Gespräch vor und nach den Meetings und an der Kaffeemaschine ergeben.

Zwei zentrale Vorteile hat ein Logbuch für agile Teams:

  1. Zum einen kann der Fokus gehalten werden, da nicht wegen jeder Info eine E-Mail verschickt werden muss, um das Team zu informieren.
  2. Zum anderen können sich Teammitglieder, die im Urlaub waren oder nach einer Krankheit zurückkommen schnell zum aktuellen Stand im Team in einer zentralen Quelle informieren und sind dadurch rasch handlungsfähig.

Als Logbuch eignet sich jedes Tool, das eine Tabellenfunktion unterstützt und auf das jedes Teammitglied Zugang hat. Im einfachsten Fall liegt eine Word-, Excel- oder Powerpoint-Datei auf dem Sharepoint – Confluence eignet sich hervorragend.

Im ersten Schritt wird die Tabelle erzeugt. Die Zeilen bilden die Einträge ab, die Spalten die einzelnen Punkte.

Um auch nach einigen Sprints die Übersichtlichkeit zu bewahren, habe ich das Logbuch in den aktuellen Sprint und vorherige Sprints getrennt. So entsteht ohne großen Aufwand aus dem Moment heraus eine Doku, die nach Urlaub und Abwesenheiten hilft, neuen Mitgliedern einen einfachen Start ermöglicht und das tägliche operative Arbeiten erleichtert. 

Leinen los!

 

Foto: pixabay license

Geschrieben von

Matthias Rodewald Matthias Rodewald In seiner Freizeit beschäftigt sich Matthias Rodewald leidenschaftlich gerne mit Permakultur. Dazu muss man ein Gespür für die Zusammenhänge und Vorgänge in einem System haben und für die Momente, in denen man eingreifen oder das System „selber machen lassen“ muss. Als Betriebswirt denkt Matthias Rodewald natürlich ökonomisch, wägt Risiken und Chancen von Maßnahmen ab, denkt in Mehrwerten – und achtet trotzdem darauf, dass der einzelne Mensch gestärkt aus der Zusammenarbeit hervorgeht. Wandel ist für Matthias Rodewald ein Ausdruck von Lebendigkeit, der in menschlichen Systemen ein kräftiges „Warum“ braucht. Diese Frage traut sich Matthias Rodewald zu stellen, um den Mut und die Kraft zur Veränderung in die richtigen Bahnen zu lenken.

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