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Objectives & Key Results (OKR) sind ein erprobtes Tool in der Agilität, um einen gemeinsamen Fokus auf die Zielerreichung herzustellen: Mit den Objectives teilen Sie mit, worauf es in Ihrer Organisationseinheit in den nächsten Monaten wirklich ankommt. Dann formulieren Sie im Team gemeinsam die Key Results. So sorgen Sie dafür, dass alle wissen, woran zu erkennen ist, ob Ihr Team das Ziel erreicht. Eine Zielsetzung mit OKRs erleichtert es dem Team, eine gemeinsame Richtung beizubehalten, auch im Home-Office. Die von allen Teammitgliedern akzeptierten OKRs geben Handlungsimpulse. Es entsteht eine motivierende Dynamik, weil immer allen klar ist, wie sich ihre Handlungen auf die Zielerreichung auswirken.

Wie OKR funktioniert am Beispiel Key-Account-Management

OKR ist ein strukturgebendes Management-Framework, um unternehmensweit strategische Ziele (Objectives) zu definieren, die Organisation auf diese Ziele auszurichten und messbare Ergebnisse (Key Results) zu erreichen. Anders als mit KPIs geht dieser Prozess über die Führungsebene hinaus und bezieht die Mitarbeiter mit ein. Diese arbeiten im Dialog mit der Führung ihre eigenen Ziele aus.

Ein Objective im Key-Account-Management könnte beispielsweise so lauten:

Wir machen durch unsere Professionalität, Verlässlichkeit und unsere qualitätsgesicherten Lösungen unseren Kunden glücklich, weil wir ihm damit helfen, seine Ziele zu erreichen.

Mit Key Results (KR) legen wir fest, wie wir erkennen, ob wir dieses Objective erreicht haben, zum Beispiel:

  • KR 1: Wir haben 1x pro Woche unsere Lieferungen und Ergebnisse dem Kunden gegenüber transparent gemacht.
  • KR 2: Wir haben 100% unserer gesamten kundenbezogenen Kommunikation und Information für das gesamte Key-Account-Team transparent gemacht.
  • KR 3: Wir haben 100% unserer Zusagen gegenüber dem Kunden eingehalten, indem wir unseren internen Unterstützungsbedarf täglich abgesprochen und gedeckt haben.
  • KR 4: 80% unserer Kunden-Lösungen wurden im Mehraugenprinzip entwickelt und dadurch qualitätsgesichert.

OKR als Kommunikations-, Alignment- und Change-Tool einsetzen

Spätestens wenn wir Ziele in Form von OKRs entworfen haben, entsteht ein laufender Dialog über diese Ziele, unter anderem darüber, wo der Einzelne und die Organisation insgesamt bei der Zielerreichung gerade stehen. Die gemeinsame Ausrichtung und der gemeinsame Fokus werden so laufend bestärkt und nachgebessert. Damit entfalten die OKRs ihre Kraft in drei Dimensionen.

Als Kommunikations-Tool

Gerade im Home-Office, aber nicht nur, können Führungskräfte und Mitarbeiter den Überblick darüber verlieren, wer gerade woran arbeitet und wie weit die gemeinsame Zielerreichung ist, weil jeder seine eigene Agenda im Kopf hat. OKR schafft Klarheit über die individuellen Ziele von Abteilungen, Teams, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Dialog über die OKRs dient der Analyse und fördert die Transparenz.

Als Alignment-Tool

Mit der Transparenz über die vorhandenen Ziele ist die Grundlage für Alignment gelegt. Wenn die Ziele der Organisation, der Abteilungen und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter transparent sind, dann können sie miteinander abgeglichen und aufeinander ausgerichtet werden, sodass ein gemeinsamer Fokus entsteht. Möglich ist dieses Alignment durch die horizontale und vertikale Verhandlung von OKRs.

Als Change-Tool

Wenn Alignment hergestellt ist und sichtbar wird, wer im Unternehmen und im Team welche Ziele unterstützt, dann wird auch sichtbar, welche organisatorischen Veränderungen sinnvoll sind, um die Ziele noch besser zu verfolgen. So helfen OKRs als Change-Tool dabei, Veränderungspotentiale aufzuzeigen und Veränderungen einzuleiten.

Werden Sie selbst OKR Champion

Wenn Sie mehr über OKR als erprobtes Tool in der Agilität erfahren und die Anwendungspraxis kennenlernen wollen, nehmen Sie remote an unserem OKR-Training für Führungskräfte und Gestalter vom 3. bis 5. Juni 2020 teil und werden Sie zertifizierter OKR Champion. Sie können sich hier anmelden und den Jubiläums-Rabatt sichern.

Als Kostprobe zu unserem Training veranstalten wir am 28. Mai einen kostenlosen remote OKR Intro Workshop, zudem ich Sie ebenfalls herzlich einlade.

Bild: istock

Geschrieben von

Arved Weidemüller Arved Weidemüller

Mit Scrum fand Arved Weidemüller einen Rahmen für das, was ihm in Projekten wichtig ist: ein menschliches Miteinander, Kommunikation und eine klare, kundenorientierte Vision. Ein deutlich definiertes „Warum?“ bringt aus seiner Sicht mehr Erfolg als die reflexartige Frage nach Terminen und Kosten. Als Champion für OKR (Objectives & Key Results) berät er Großkonzerne und Mittelständler. Durch seine umfangreiche Erfahrung im Baumanagement – er ist Architekt, zertifizierter Projektsteuerer und Mitglied im German Lean Construction Institute – findet Arved leicht den Draht zu Menschen auf allen Hierarchiestufen. Er sieht seine Aufgabe darin, einen gemeinsamen Willen zu schaffen, mit dem echte Veränderung möglich wird. Im Zusammenhang mit Digitalisierungsprojekten und Building Information Modeling begann er bereits 2015, agile Arbeitsweisen in der Bauprojektplanung einzusetzen und bringt als agiler Berater bei borisgloger consulting sowohl Bau- als auch Softwareentwicklungsprojekte voran.

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