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Woche 4 im Home Office – So langsam hat sich alles eingespielt, wir haben uns an das viele Telefonieren gewöhnt und auch die Meetings sind produktiver. Bei Scrum gibt es jedoch ein Meeting, von dem viele behaupten, es ließe sich nicht remote durchführen: Die Retrospektive.

Bereits im März hatte Boris Gloger in einem Blogpost erklärt, was bei der remote durchgeführten Retro anders gemacht werden muss und wie dabei vor allem die Kreisarbeit hilft.

Auch wir hatten ein Meetup in Hamburg zum Thema Retrospektiven geplant und haben uns dann spontan dazu entscheiden, nicht nur das Meetup virtuell stattfinden zu lassen, sondern auch das Thema entsprechend anzupassen: „Retro mal anders“. Anhand einer Remote-Retro haben wir gemeinsam reflektiert, die Teilnehmer erzählten, wie es ihnen mit der veränderten Arbeitsweise ergangen ist und wir sammelten positive Erkenntnisse und Ideen, wie wir die Zusammenarbeit noch besser gestalten können.

Tipps für erfolgreiche Retros – vor allem virtuell – gab es natürlich auch und diese möchten wir mit euch teilen:

  1. Verwendet Faktoren des Gelingens: Nicht nur Retrospektiven, sondern jedes Meeting funktioniert besser, wenn sich alle Teilnehmer zu Beginn auf einige Grundregeln einigen. Diese haben wir speziell für die remote Zusammenarbeit für euch entwickelt:
  2. Nutzt die Kreisarbeit – ja, das geht auch remote! Am einfachsten ist es, wenn ihr eine Power-Point-Slide nutzt, auf die ihr laufend eure Fragen und die der Teilnehmer schreibt. So weiß jeder, wann er dran ist und die Frage wird nicht vergessen.
  3. Benutzung von Online-Tools vorbereiten: Es gibt eine Menge hilfreicher Seiten und Tools, Mentimeter, Zoom, Miro etc., die euch helfen, tolle Retrospektiven zu gestalten. Klärt jedoch vorher ab, was ihr in eurer Organisation nutzen dürft und probiert das Tool vor eurer Retrospektive aus.
  4. Safety first: Wenn ihr ein Online-Tool verwendet, seid euch der Sicherheitsrisiken bewusst und sorgt dafür, dass ihr einen geschützten virtuellen Raum habt, richtet z.B. Warteräume oder Passwörter ein.
  5. Egal ob virtuell oder analog: Auf den Inhalt kommt es an. Euer Team oder das Thema der Retrospektive sollte im Fokus stehen.

Bonustipp: Wenn ihr könnt, nutzt eine bildhafte Sprache und unterstützt euch mit konkreten Bildern. Das hilft Teilnehmern, sich zu fokussieren und nochmal eine andere Perspektive einzunehmen. Hier ist der Klassiker z.B. das Segelschiff: Was ist der Wind in euren Segeln, der euch voranbringt? Was ist der Anker, der euch festhält? Tolle, frei verfügbare Bilder findet ihr hier: www.pixabay.de

Für mehr agile Events & Meetups im Raum Hamburg tretet gerne hier unserer Meetup-Gruppe bei. Hier findet ihr übrigens die bg Meetups, die aktuell alle remote stattfinden und hier kommt ihr zu den remote Trainings.

PS: Haltet mal Ausschau auf unserer Homepage … Demnächst bieten wir ein Public Training für Retrospektiven an!

Geschrieben gemeinsam mit Lena Jeßen

Foto: Unsplash License, Edu Lauton

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Paulina Heins Paulina Heins Der Kontakt mit vielen verschiedenen Kulturen führt unweigerlich dazu, dass man die eigenen Denk- und Handlungsweisen zu überdenken lernt. Mit Scrum hat Paulina Heins einen guten Weg gefunden, um diese Reflexionsstärke noch weiter zu professionalisieren und im täglichen Arbeitsleben sinnvoll einzusetzen. Von Natur aus neugierig sucht sie die Veränderung aktiv, weil Stillstand und Routine nur selten neues Potenzial zutage fördern. Paulina Heins hat einen sechsten Sinn dafür, Impediments zu erkennen und diese zu lösen. Dabei schafft sie es, neben den Bedürfnissen der Teammitglieder auch strategische Überlegungen im Blick zu behalten. Am liebsten arbeitet sie mit spielerischen Methoden, um komplexe Zusammenhänge einfach darzustellen. Und vorzugsweise mit Teams, in denen man gemeinsam denkt, lernt sowie ungewöhnliche Ansätze ausprobiert.

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