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Schon der Philosoph Heraklit wusste: „Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen.“ Doch noch immer wird an vielen Schulen Wissen frontal und nach starrem Lehrplan vermittelt – und das Kind als leere Hülle gesehen, das mit vordefinierten Inhalten „befüllt“ werden muss.

Das wollen wir ändern, deshalb haben wir vor einiger Zeit Scrum4Schools ins Leben gerufen: Eine Lernform, bei der Schüler im Team Aufgaben selbstständig bearbeiten. Wie das genau funktioniert? Ab sofort stellen wir euch das 1×1 von Scrum4Schools vor. Den Auftakt macht: die Arbeitstafel.

Die Arbeitstafel ist das Herzstück von Scrum4Schools: Hier sehen die Schüler Schwarz auf Weiß, welche Aufgaben anfallen, was als Nächstes ansteht und woran die anderen Lernteams aktuell arbeiten. Die Lehrerinnen und Lehrer, die mit Scrum4Schools arbeiten, bestätigen uns, dass die Lerntafel eine ganz besondere Funktion einnimmt. Sie macht transparent, welcher Schüler aktuell an wie vielen Aufgaben arbeitet. Der klassische Effekt, dass wenige Schüler eine Gruppenaufgabe lösen und die anderen „faulenzen“, wird dadurch minimiert. Ein weiterer Vorteil: Die Lehrkraft sieht jederzeit auf einen Blick, wie weit eine Gruppe in der Aufgabenbearbeitung ist und wo sie individuell unterstützen kann.

Die Tafel ist tabellarisch und vierspaltig aufgebaut: „Backlog/Stories“, „Aufgaben (Tasks)“, „In Arbeit (Work in progress)“, „Fertig (Done)“ (siehe Abbildung).

Arbeitspakete strukturieren den Prozess von Scrum4Schools

Stories sind Arbeitspakete bzw. Teilaufgaben, die für das jeweilige Scrum4Schools-Projekt erledigt werden und auf das Lernziel hinarbeiten. Sie sind teilweise schon vom Lehrer vordefiniert. Andere werden von den Lernteams im späteren Verlauf selbst erstellt. Die Stories können ganz unterschiedlich ausfallen – das reicht von Recherchearbeiten über das Führen eines Interviews bis hin zum Erstellen einer Powerpoint-Präsentation. Ganz oben auf der Liste stehen die wichtigsten Aufgaben – man sagt auch „priorisiert“ dazu.

Jede Story hat mehrere Unteraufgaben, die die Schüler rechts daneben unter „Aufgaben“ sammeln. Wenn aktuell ein Teammitglied daran arbeitet, werden die Tasks in die Spalte „In Arbeit“ verschoben. Sobald eine Aufgabe abgearbeitet ist, hängt sie in „Fertig“.

Später wird die Arbeitstafel in den Scrum-Meetings aktualisiert und besprochen, um den Lerninhalt und die Fortschritte transparent zu machen. Der Vorteil: Vereinbarte Verbesserungen, Regeln oder Hindernisse werden visualisiert und prägen sich somit besser ein. Und: Auch Fortschritte sind für die Schüler gleich sichtbar – eine tolle Motivation für die Schüler.

Ihr wollt mehr über Scrum4Schools wissen? Besucht unsere S4S-Seite und nehmt gerne direkt Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns darauf, mit euch die Schule zu revolutionieren!

 

Foto: pixabay license, rawpixel

Geschrieben von

Carsten-Hendrik Rasche Carsten-Hendrik Rasche Seine ersten Erfahrungen mit userzentrierter Produktentwicklung, mit Scrum und Agile hat Carsten Rasche direkt im Silicon Valley gesammelt. Den Arbeitspsychologen fasziniert natürlich, wie sich die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden auf die interne Organisation eines Unternehmens auswirkt. Im Zuge von Transformationsprojekten liegt seine Expertise im Bereich Organizational Learning & Coaching von Führungsteams. Neben Kundenprojekten hat Carsten die Initiative Scrum4Schools aufgebaut, welche die Anwendung von Scrum in Bildungseinrichtungen unterstützt. Als ausgebildeter Mediator bringt Carsten Rasche die Fähigkeit ein, in angespannten und komplexen Situationen die Ruhe zu bewahren, nüchtern zu analysieren und dadurch größere Klarheit zu schaffen. Wichtig ist ihm dabei, offen und wertschätzend auf Menschen zuzugehen und eine tragfähige Vertrauensbasis zu schaffen.

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