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Auf Initiative der Geschäftsführerin der Toll Collect, Ute Oldenburg, haben Boris und ich Anfang Juni mit dem Unternehmen eine Corona-Retrospektive durchgeführt. Dafür hat sich das Führungsteam bewusst die Zeit genommen, zu reflektieren, wie es gemeinsam das „Managen“ der komplett veränderten Rahmenbedingungen durch COVID-19 angegangen ist, was dabei gut lief und was nicht so gut. Was wir erfahren haben, war erstaunlich und wunderbar zugleich.

Von Disziplin, Prioritäten, Engagement und einfach mal danke sagen

Zunächst stellte sich wieder einmal heraus, dass diese Ausnahmesituation – die nun fast zur Normalität geworden ist – dem Führungsteam und den Mitarbeitern alles abverlangt hat, nämlich ein Höchstmaß an Disziplin, die Fähigkeit zum Priorisieren und eine neue Aufmerksamkeit für das Abgrenzen von privat und beruflich.

Vertrauen ist nicht mehr ein abstraktes Konzept in der Mitarbeiterführung, sondern eine konkrete Notwendigkeit. So haben zum Beispiel Mitarbeiter eigeninitiativ Hardware, also vor allem Laptops, mitgenommen, um zu Hause arbeitsfähig zu sein. Das war früher ein Abmahnungsgrund, jetzt gilt es als engagiert.

Der Flurfunk, der eine Gemeinschaft zu einem sozialen Verbund macht, fehlt im Homeoffice und wird nun durch Whatsapp-Gruppen ersetzt. Wie fühlt es sich für eine Führungskraft an, in so eine Gruppe eingeladen (und auch wieder entfernt) zu werden? Erstmal fühlt es sich gar nicht wertend an, wie wir erfahren haben, sondern macht neugierig interessiert. Es begeistert, dass Mitarbeiter ihren Austausch weiter pflegen. Und es ist völlig ok, wenn man als Führungskraft durch „Irrtum“ zunächst in der Gruppe war und dann, als man geantwortet hat, plötzlich „entfernt“ wird – mit dem schüchternen Kommentar, dass es ein Mitarbeiter-Austausch ist. Grossartig! Und mutig!

Über viele Dinge wurde reflektiert und Maßnahmen für die nächsten Wochen abgeleitet. Ein Hauptanliegen kam dabei heraus: Danke sagen! Dieses Video hat das Führungsteam an alle Mitarbeiter gerichtet, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre, was der Bereich erreicht hat. Das Video wurde direkt und ohne Schnörkel mit dem Handy aufgenommen, weil es dem Führungsteam ein Anliegen war.

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Wie wir euch unterstützen können

Wir begleiten euch gerne bei der Corona-Retrospektive in eurem Unternehmen. Wir arbeiten mit euch gemeinsam auf, wie es in den letzten Monaten gelaufen ist und was wir für eure Organisation daraus lernen können. Hier erfahrt ihr mehr über die Corona-Retrospektive.

Bild: Unsplash License, Courtney Hedger

Geschrieben von

Ssonja Peter Ssonja Peter Das agile Arbeiten hat Ssonja Peter als Führungskraft mehr begeistert und auch verändert, als alle Veränderungsprozesse davor. Ihre Meinung: Modernes Leadership im agilen Umfeld fördert durch Mit- und Vormachen eigenverantwortliches Arbeiten im Team und damit Intrapreneurship maximal. Als einen der wirksamsten Hebel hat sie dabei das kontinuierliche Liefern erlebt: Es erfüllt Teams mit Freude und Stolz, weil gemeinsam mit dem Kunden eine ideale Lösung gefunden wurde. Was muss man dabei als Führungskraft lernen? Tiefes Vertrauen in Mitarbeiter und das „Loslassen“. Das Bankgeschäft kennt die Betriebswirtin und Bankkauffrau Ssonja Peter dabei bis ins kleinste Detail. Seit 2000 hat sie in verschiedenen Führungspositionen in deutschen Großbanken den fundamentalen Wandel der Branche selbst mitgestaltet. Dazu gehörten auch agile Transformationen im Rahmen von Digitalisierungsinitiativen.

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